Nach 3 Jahren im 95-m²-Modell BIOBUILDS Serenity haben Alex und Andreea gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Haus rund 8.300 € Energiekosten eingespart. Ihre jährlichen Gesamtkosten für Energie liegen bei etwa 1.250 € und umfassen Heizung, Warmwasser, Lüftung und Haushaltsstrom. Die eigentliche Raumheizung kostet nur etwa 100 € pro Jahr.
Warum sie sich für Passivhaus entschieden haben
Als Alex und Andreea 2022 nach einem Haus suchten, wollten sie vor allem eins vermeiden: dauerhaft von ihrem Gebäude abhängig zu sein. Sie kannten genug Beispiele von Häusern, die permanent Geld, Reparaturen und Aufmerksamkeit verschlingen. Ihr Ziel war ein Haus, das das Leben einfacher macht, nicht komplizierter.
Drei Jahre später gibt es belastbare Zahlen. Das 95-m²-Passivhaus hat in 36 Monaten insgesamt 3.705 € Energiekosten verursacht. Ein vergleichbares konventionelles Haus in Rumänien hätte im selben Zeitraum ungefähr 12.000 € verschlungen. Die Differenz von mehr als 8.300 € ist kein theoretischer Rechenwert, sondern reale Kostenwirkung.
Die Entscheidung war trotzdem nicht nur finanziell. Für beide waren Innenraumluft, thermische Stabilität und langfristige Krisenfestigkeit mindestens genauso wichtig wie Einsparungen auf der Monatsrechnung.
Wir wollten nicht dauernd über das Haus nachdenken. Keine Sorge, dass die Dämmung nachlässt, Systeme ausfallen oder Energiepreise explodieren. Wir wollten einmal eine gute Entscheidung treffen und dann einfach leben.
-- Alex
Das Haus: Serenity 95 m²
Gewählt wurde das Modell BIOBUILDS Serenity mit 95 m² und drei Schlafzimmern. Die modulare Fertigung bedeutete: etwa 3 Wochen Produktion im Werk, anschließend Transport und Montage innerhalb weniger Tage. Vom Vertrag bis zum Einzug vergingen ungefähr 6 Wochen.
Das Haus erfüllt die Anforderungen an Passivhaus Classic: Heizwärmebedarf unter 15 kWh/m²/Jahr, Luftdichtheit unter 0,6 Luftwechseln bei 50 Pa und niedriger Primärenergiebedarf. Gemessen wurde sogar ein Ergebnis oberhalb des Mindestniveaus, ein typischer Vorteil werkseitiger Präzision.
Die technische Ausstattung umfasst unter anderem eine Zehnder-MVHR-Anlage, Dreifachverglasung mit U-Werten um 0,8 W/m²K und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für den geringen Heiz- und Warmwasserbedarf. Die Wandaufbauten nutzen 336 mm Holzfaserdämmung.
Wofür die Energie tatsächlich verbraucht wird
In einem konventionellen Haus in Rumänien dominiert die Heizung oft den größten Teil des Gesamtverbrauchs. Im Haus von Alex und Andreea verschiebt sich diese Logik komplett.
*Bei einem SCOP von 3,5 erzeugt die Wärmepumpe aus rund 325 kWh Strom etwa 1.140 kWh Wärme.
Die wichtigste Erkenntnis: Warmwasser ist der größte Energiekostenblock, nicht die Raumheizung. Genau das ist typisch für ein korrekt funktionierendes Passivhaus. Wenn der Heizbedarf um rund 90% sinkt, werden Verbrauchsanteile dominant, die vorher im Hintergrund lagen.
Die Raumheizung liegt bei ungefähr 100 € pro Jahr. Das ergibt sich nüchtern aus dem Bedarf: 95 m² x 12 kWh/m² = 1.140 kWh Wärme, geteilt durch einen Wärmepumpen-SCOP von 3,5 ergibt etwa 325 kWh Strombedarf.
Im Passivhaus wird Heizen fast zu einem Nebenkostenposten. Das Risiko verschiebt sich dadurch weg von der Winterhärte und hin zu allgemeinen Nutzungsgewohnheiten wie Warmwasser und Haushaltsstrom.
Jährliche Kosten 2023-2025
Die rumänischen Energiepreise waren in den letzten Jahren volatil. Die staatliche Preisdeckelung hielt die Rechnungen bis Mitte 2025 relativ niedrig, danach zogen die Tarife merklich an. Das Haus reagierte darauf jedoch nur begrenzt, weil der Verbrauch so niedrig blieb.
Der Verbrauch blieb in allen drei Jahren fast identisch. Was sich verändert hat, war der Preis, nicht die Gebäudelogik. Selbst nach dem Ende der Deckelung blieb die Kostensteigerung moderat, weil die Ausgangsbasis so klein ist.
Der Vergleich mit einem konventionellen Haus
Ein durchschnittliches Wohngebäude in Rumänien liegt grob bei 308 kWh/m²/Jahr. Für ein Haus mit 95 m² wären das rund 29.260 kWh jährlich.
Die Einsparungen wachsen von Jahr zu Jahr, weil konventionelle Häuser stärker unter steigenden Energiepreisen leiden. Genau darin liegt einer der wichtigsten wirtschaftlichen Vorteile des Passivhaus-Ansatzes: Der niedrige Bedarf dämpft Preisschocks.
Wie sich das im Alltag anfühlt
Konstante Temperatur
Das Haus hält 21-22°C über das Jahr sehr stabil. Keine kalten Zonen an Fenstern, keine Zugluft, keine stark unterschiedlichen Räume.
Bessere Innenraumluft
Die MVHR-Anlage liefert dauerhaft gefilterte Frischluft. Weniger Staub, weniger Stagnation, spürbar bessere Schlafraumluft.
Mehr Ruhe
Dreifachverglasung und stark gedämmte Wände reduzieren den Außenlärm erheblich. Selbst in Grundstückslagen mit Straßenbezug bleibt das Innenraumgefühl ruhig.
Weniger mentaler Aufwand
Der vielleicht größte Effekt ist psychologisch: Das Haus fordert im Alltag kaum Aufmerksamkeit. Es funktioniert leise im Hintergrund, statt ständig neue Probleme zu produzieren.
Für Alex und Andreea sind die mehr als 8.300 € Ersparnis in drei Jahren wichtig. Noch wichtiger ist aber die Richtung: ein Gebäude, das auch im Jahr 20 noch ähnlich funktioniert, und ein Alltag ohne dauernde Sorge um Energiepreise und Gebäudeschwächen. Die Investition war nicht auf eine einzelne Jahresrechnung ausgerichtet, sondern auf Jahrzehnte verlässlicher Leistung.






