Wie lange dauert der Bau eines Fertighauses? Kompletter Zeitplan 2026 | BIOBUILDS
BIOBUILDS Produktionshalle mit Fertighaus-Fertigung
Fertighaus

Wie lange dauert der Bau eines Fertighauses?

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Andreea B. Kundenbetreuungsleitung
27. Januar 2026 10 Min. Lesezeit
BIOBUILDS

Fertighäuser benötigen 3–6 Monate vom Vertrag bis zum Einzug und damit etwa halb so lange wie 9–12 Monate bei konventioneller Bauweise. Der Schlüssel ist die Parallelisierung: Fertigung im Werk und Baustellenvorbereitung laufen gleichzeitig, statt nacheinander. Witterung beeinflusst viele klassische Bauprojekte erheblich, die Fertigung im Werk eliminiert diesen Faktor weitgehend. BIOBUILDS liefert Passivhaus-zertifizierte Häuser in etwa 4 Wochen Gesamtzeit: 21 Tage Produktion, 2 Tage Transport, 3 Tage Montage.

Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch innerhalb der ersten fünf Minuten: Wie lange dauert das wirklich? Nach Jahren voller Geschichten über konventionelle Baustellen, auf denen sich Termine verschieben und Budgets durch Verzögerungen aus dem Ruder laufen, wünschen sich Bauherren vor allem eines: Verlässlichkeit. Genau hier setzt der Fertigbau an.

Dieser Leitfaden liefert einen vollständigen Zeitplan, basierend auf Branchenwerten, Statistikdaten und unserer Fertigungserfahrung. Am Ende wissen Sie nicht nur, wie lange jede Phase dauert, sondern auch, warum die Fertigbauweise in Wochen schafft, wofür klassische Bauweise Monate benötigt.

Die kurze Antwort

Ein Fertighaus benötigt typischerweise 3–6 Monate von der Vertragsunterzeichnung bis zum Einzug. Dazu zählen die Finalisierung der Planung, Genehmigungen, Fertigung im Werk, Baustellenvorbereitung, Montage sowie Anschlüsse und Restarbeiten. Die Spannbreite hängt unter anderem vom Grad der Individualisierung, der Geschwindigkeit der Behörde und den Bedingungen Ihres Grundstücks ab.

3–6
Monate für Fertighäuser
9–12
Monate konventionell
30–50%
Zeitersparnis im Fertigbau

Branchenanalysen des Modular Building Institute zeigen, dass Fertigbau die Bauzeit im Vergleich zur konventionellen Bauweise um 30–50% reduziert. Einige Hersteller sind noch schneller: BIOBUILDS fertigt in 21 Tagen, und standardisierte Konfigurationen können als Gesamtprojekt häufig in unter 4 Wochen realisiert werden.

Vergleich mit konventioneller Bauweise

Um den Zeitvorteil zu verstehen, hilft der Kontext. Daten des U.S. Census Bureau aus 2024 zeigen, dass der Bau eines klassischen Einfamilienhauses im Schnitt 9,1 Monate von der Genehmigung bis zur Fertigstellung benötigt. Das ist eine Verbesserung gegenüber den pandemiebedingten Verzögerungen, liegt aber weiterhin deutlich über den Werten von 2015, beeinflusst durch Fachkräftemangel und komplexere Anforderungen.

Konventionell
9–12
Monate
Witterung, sequentielle Phasen
Standard-Fertigbau
4–6
Monate
Fertigung + Baustelle parallel
BIOBUILDS
BIOBUILDS Fertighaus
~4
Wochen
21 Tage Produktion, 3 Tage Montage

Mit steigender Komplexität wächst der Unterschied. Die Daten zeigen: Sehr große Häuser benötigen im Schnitt deutlich länger als kleinere, und regionale Faktoren verschärfen das zusätzlich. Zudem gilt: Was auf einer Baustelle schiefgeht, wirkt fast immer kettenartig auf alle folgenden Gewerke.

Weather affects 45% of construction projects globally, costing project owners and contractors billions of dollars in additional expenses and lost revenue each year.

Sustainability Journal, Weather-Related Construction Delays Research

Konventionelle Baustellen haben Variablen, die eine Fertigung im Werk weitgehend ausschließt. Studien zeigen, dass ein großer Anteil von Bauprojekten witterungsbedingte Verzögerungen erlebt. Wenn Ihr Haus überwiegend in einer Produktionshalle entsteht, fallen Regen, Frost, Hitze und Materialschäden durch Witterung als Zeitfaktor größtenteils weg.

Phasen im Detail

Jedes Fertighaus-Projekt läuft durch klar definierte Phasen. Wenn Sie diese verstehen, können Sie Anforderungen antizipieren, Entscheidungen besser planen und typische Engpässe vermeiden. Die Zeitangaben unten orientieren sich an Branchenwerten, optimierte Hersteller können sie deutlich verkürzen.

1
Planung & Design
2–8 Wochen

In dieser Phase wählen Sie ein Grundrisskonzept oder passen es an, treffen Entscheidungen zu Materialien und Oberflächen, klären die Grundstückssituation und erstellen die Planungsunterlagen. Standardisierte Modelle sind schneller, umfassende Individualisierung verlängert die Dauer. Bei BIOBUILDS können Kunden mit vorkonfigurierten Designs diese Phase über den Online-Konfigurator oft in weniger als einer Woche abschließen.

2
Genehmigung & Finanzierung
2–8 Wochen

Die Dauer der Genehmigung variiert stark nach Gemeinde und Bundesland. Manche Behörden bearbeiten Fertigbau-Anträge in wenigen Tagen, andere benötigen mehrere Wochen oder länger. Häufig profitieren Fertigbau-Projekte von klaren Prüfroutinen, da wesentliche Bauteile im Werk unter standardisierten Bedingungen entstehen. Die Finanzierung kann parallel laufen; Baufinanzierungen für Fertighäuser folgen in der Regel ähnlichen Prozessen wie bei konventionellen Projekten.

3
Fertigung im Werk
2–10 Wochen (Branche) / 21 Tage (BIOBUILDS)

In der Werkfertigung entstehen typischerweise 85–95% der Gesamtleistung. Module werden parallel gebaut: Böden, Wände, Decken und Dachelemente laufen gleichzeitig statt nacheinander. Elektro-, Sanitär- und Lüftungsinstallationen (Rohinstallation) erfolgen im Werk. Innenausbau wie Trockenbau, Böden, Möbel, Sanitärobjekte und Armaturen wird meist vor dem Transport montiert.

4
Baustellenvorbereitung
2–6 Wochen (parallel zur Fertigung)

Während Ihr Haus im Werk produziert wird, läuft die Baustellenvorbereitung parallel. Dazu zählen Erdarbeiten, Fundament (Bodenplatte, Punktfundamente/Pfahlgründung oder Keller), Hausanschlüsse bis zur Grundstücksgrenze und die Vorbereitung der Zufahrt für Transport und Kran. Diese Parallelisierung ist der Kern des Zeitvorteils.

5
Transport & Montage
1–5 Tage

Die Module werden per Tieflader angeliefert und per Kran auf das Fundament gesetzt. Ein eingespieltes Montageteam kann mehrere Module an einem Tag stellen, wenn Zugang und Wetter passen. Anschließend werden die Module verbunden und zu einer statisch integrierten Einheit verschraubt. BIOBUILDS realisiert typischerweise 2 Tage Transport und 3 Tage Montage.

6
Anschlüsse & Restarbeiten
1–4 Wochen

Zum Abschluss gehören die Hausanschlüsse (Strom, Wasser, Abwasser, ggf. Heizung/Lüftung), das Abdichten und Finishen der Modulstöße, Details an Fassade und Dach sowie mögliche Vor-Ort-Leistungen (z. B. Terrasse, Carport, Außenanlagen) und Endabnahmen. Gut koordinierte Projekte schließen diese Phase in Tagen statt Wochen ab.

Kernaussage

Der entscheidende Unterschied ist nicht, dass jede einzelne Phase „schneller“ ist, sondern dass Fertigung im Werk und Baustellenvorbereitung gleichzeitig laufen. Dadurch entfallen die typischen Warteketten der konventionellen Bauweise.

Der Vorteil der Parallelisierung

Konventioneller Hausbau ist meist strikt linear: Erst Fundament, dann Rohbau, dann Dach, dann Ausbau. Jeder Schritt wartet auf den vorherigen, und jede Verzögerung verschiebt alles danach.

Parallel bauen: Werk + Baustelle gleichzeitig
Im Werk

Tragwerk und Aufbau. Elektro, Sanitär, Lüftung (Rohinstallation). Dämmung. Trockenbau, Malerarbeiten, Böden. Möbel und Ausstattung. Qualitätsprüfungen an jeder Station.

Auf Ihrem Grundstück

Erdarbeiten und Planum. Fundamentarbeiten. Aushärtezeit (mind. 2 Wochen). Leitungsgräben und Anschlüsse. Zufahrt für LKW. Vorbereitung Kranstellfläche.

Der Fertigbau löst diese Abhängigkeiten. Wenn die Module die Produktionslinie durchlaufen, wird das Grundstück parallel vorbereitet. Wenn die Module transportbereit sind, ist das Fundament in der Regel ausgehärtet und die Infrastruktur für Anschlüsse vorbereitet. Die Bauzeit schrumpft, weil Arbeit, die früher nacheinander lief, gleichzeitig passiert.

50%
Maximale Zeitersparnis durch Parallelisierung im Fertigbau
Quelle: Modular Building Institute

Hinzu kommt die kontrollierte Umgebung: Auf Baustellen gehen Tage durch Regen, Frost oder Hitzepausen verloren, Materialien werden feucht oder beschädigt, und Produktivität sinkt. In der Fertigung im Werk laufen Abläufe stabiler und planbarer.

Was Verzögerungen verursacht (und wie Sie sie vermeiden)

Trotz der Vorteile kann es auch im Fertigbau zu Verzögerungen kommen. Entscheidend ist: Die meisten Verzögerungen entstehen nicht im Werk, sondern rundherum. Wer die typischen Ursachen kennt, kann sie mit Planung und Timing stark reduzieren.

Genehmigungsstaus

Behörden, besonders in stark nachgefragten Regionen, haben teils Rückstände. Die Lösung: Antrag so früh wie möglich stellen, idealerweise mit einem Team, das die lokalen Anforderungen kennt und Unterlagen genehmigungsfähig vorbereitet.

Anschlüsse durch Versorger

Strom, Wasser und Abwasser hängen von Terminen der Versorger und Prüfungen ab. Manche Regionen sind schnell, andere brauchen Wochen. Kontaktieren Sie Versorger früh, klären Sie Vorlaufzeiten und legen Sie Termine so, dass sie zur Montage passen.

Verfügbarkeit von Fundamentfirmen

In starken Märkten sind Fundamentbetriebe lange ausgebucht. Da das Fundament vor der Montage fertig sein muss, sollten Sie den Fundamentbauer direkt zu Projektbeginn terminieren, nicht erst kurz vor Fertigungsende.

Änderungen und Entscheidungszeiten

Jede späte Änderung verlängert den Ablauf. Unklare Entscheidungen zu Grundriss, Ausstattung oder Upgrades ziehen sich in Folgephasen hinein. Die schnellsten Projekte sind jene, in denen Prioritäten früh definiert und Auswahlentscheidungen zügig getroffen werden.

Grundstücksbedingungen

Hanglage, schwieriger Boden, Fels, eingeschränkte Zufahrt oder zusätzliche Anforderungen an Gründung und Kranstellfläche können die Baustellenvorbereitung verlängern. Eine saubere Grundstücksanalyse zu Beginn deckt Risiken früh auf und verhindert Überraschungen.

Regionale Zeitpläne: Deutschland, Österreich

Die Bauzeit unterscheidet sich je nach Land und Region. Für BIOBUILDS’ Kernmärkte ergeben sich typischerweise folgende Orientierungswerte.

Phase Deutschland Österreich
Genehmigung 4–12 Wochen 3–8 Wochen
Fertigung im Werk 3–4 Wochen 3–4 Wochen
Baustellenvorbereitung 3–6 Wochen 3–6 Wochen
Montage & Abschluss 1–2 Wochen 1–2 Wochen
Typisch gesamt 3–5 Monate 2–4 Monate

Deutschland hat oft die umfangreichsten Genehmigungsanforderungen, besonders in Gemeinden mit strikten Energie- und Effizienzvorgaben. Gleichzeitig können Förder- und Finanzierungsprogramme für energieeffiziente Bauweise bei der Projektstruktur helfen, wenn Unterlagen sauber vorbereitet sind.

Österreich hat je nach Bundesland unterschiedliche Förderlogiken und Anforderungen. Die Genehmigungsdauer ist häufig moderat, kann aber regional variieren.

So beschleunigen Sie Ihr Projekt

Die schnellsten Fertigbau-Projekte haben gemeinsame Muster. Wenn Sie diese Punkte konsequent umsetzen, landen Sie eher am unteren Ende der üblichen Zeitspanne.

Genehmigung sofort starten. Reichen Sie Unterlagen früh ein. In vielen Gemeinden sind Voranfragen oder frühe Einreichungen möglich, während Details finalisiert werden.

Standardkonfigurationen wählen. Bewährte Grundrisse und Optionen laufen schneller durch Planung und Fertigung. Individualisierung ist oft am effizientesten bei Ausstattung und Oberflächen, nicht bei der Statik.

Schnell entscheiden. Legen Sie Deadlines für Auswahlentscheidungen fest: Böden, Küche, Sanitär, Farben. Vermeiden Sie „später“, weil sich das in die gesamte Kette zieht.

Werk- und Baustellenplan synchronisieren. Fundament und Aushärtezeit müssen so getaktet sein, dass die Montage nicht auf das Grundstück „warten“ muss.

Anschlüsse vorab terminieren. Klären Sie mit Versorgern Vorlaufzeiten und reservieren Sie Termine rund um Montage und Endabnahme.

Einen erfahrenen Hersteller wählen. Eingespielte Lieferketten, trainierte Teams und erprobte Logistik liefern stabiler als neue Anbieter, die Prozesse noch optimieren. Fragen Sie nach Termintreue und Referenzen.


Die Geschwindigkeit im Fertigbau ist keine Magie, sondern Prozesslogik: Fertigung in kontrollierter Umgebung, Parallelisierung statt Wartekette und geringere Abhängigkeit vom Wetter. Das Ergebnis ist ein planbarer Zeitrahmen mit deutlich mehr Terminsicherheit. Für Familien, die schnell einziehen wollen, für Berufstätige ohne Zeit für ein Jahr Baustelle und für alle, die Planbarkeit genauso schätzen wie Qualität, ist das der entscheidende Unterschied.

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Häufig gestellte Fragen

Ein Fertighaus benötigt typischerweise 3–6 Monate von der Vertragsunterzeichnung bis zum Einzug, verglichen mit 9–12 Monaten bei konventioneller Bauweise. Die Spanne hängt von Individualisierung, Genehmigungsdauer und Grundstückssituation ab. Die Fertigung im Werk dauert je nach Hersteller 2–10 Wochen, BIOBUILDS schließt die Produktion in 21 Tagen ab.

Die Montage auf der Baustelle ist erstaunlich schnell. Fertighäuser können innerhalb von 1–5 Tagen per Kran gesetzt und strukturell verbunden werden. BIOBUILDS realisiert typischerweise 2 Tage Transport und 3 Tage Montage. Der Sprung von „Fundament" zu „Haus steht" in weniger als einer Woche überrascht viele Bauherren.

Zwei Faktoren treiben den Zeitvorteil. Erstens: Parallelisierung. Fertigung im Werk und Baustellenvorbereitung laufen gleichzeitig statt nacheinander und sparen so 30–50% der üblichen Bauzeit. Zweitens: Die Fertigung im Werk reduziert witterungsbedingte Verzögerungen deutlich. Indoor-Produktion läuft unabhängig von Regen, Schnee oder Extremtemperaturen.

Die meisten Verzögerungen entstehen außerhalb des Werks: Genehmigungen (je nach Behörde), Terminierung der Versorger, Verfügbarkeit von Fundamentfirmen und späte Entscheidungen im Design. Auch schwierige Grundstücksbedingungen können Vorbereitung und Logistik verlängern. Die Werkfertigung selbst verursacht wegen standardisierter Abläufe und kontrollierter Umgebung selten Verzögerungen.

Die Genehmigung dauert typischerweise 2–8 Wochen, abhängig von der Region. In manchen Gebieten gibt es beschleunigte Abläufe für Fertigbau/Modulbau. Wer den Antrag früh startet, verhindert Verzögerungen im Gesamtzeitplan. Deutschland liegt häufig eher bei 4–12 Wochen oft bei 2–6 Wochen.

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Autor

Andreea B.

Kundenbetreuungsleitung, BIOBUILDS

Passivhaus-Beraterin · 8 Jahre Erfahrung

Andreea begleitet Familien durch jeden Schritt ihrer Fertighaus-Reise, von der Erstberatung bis zum Einzugstag. Mit fast einem Jahrzehnt im Passivhaus-Sektor hat sie über 200 Haushalten in Deutschland und Österreich geholfen, ihre ideale Konfiguration zu finden und den Zertifizierungsprozess zu navigieren.

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